Projekt Cyanotypien, Klasse: 7B, 2025
Im Rahmen des Medienkompetenz-Unterrichts haben die Schüler*innen der Klasse 7B ein historisches fotografisches Verfahren zur Bildfixierung auf verschiedenen Untergründen kennengelernt und praktisch erprobt: die Cyanotypie.
Dieses Edeldruckverfahren, das an seinem typischen Blauton (Preußischblau) zu erkennen ist, zählt zu den frühesten Techniken zur Herstellung beständiger fotografischer Bilder. Es wurde 1842 vom britischen Astronomen und Chemiker Sir John Herschel entwickelt und bereits 1843 von der Naturwissenschaftlerin Anna Atkins genutzt, um Pflanzen wissenschaftlich zu dokumentieren.
Für die praktische Umsetzung stellten die Schüler*innen zunächst ihr eigenes lichtempfindliches Papier her. Dazu wurde eine Lösung aus Ammoniumeisen(III)-citrat und Kaliumferricyanid auf Aquarellpapier aufgetragen und getrocknet. Die beschichteten Papiere wurden anschließend mit Negativen eigener Fotografien oder mit Gegenständen im Sonnenlicht belichtet. Durch das anschließende Auswaschen der überschüssigen Chemikalien entstanden die für die Cyanotypie typischen blauen Bilder im Postkartenformat.