Tempeh selbst gemacht - Nachhaltig kochen im Biologie WPG
Im Rahmen des Wahlpflichtgegenstandes Biologie und Umweltbildung konnten die beiden Gruppen von Frau Prof. Emminger und Frau Prof. Stöffler ein besonderes Projekt erleben: die Herstellung und Verarbeitung von Tempeh, einem traditionell indonesischen, pflanzlichen Lebensmittel aus fermentierten Sojabohnen.
Bereits einige Tage vor dem gemeinsamen Kochen wurde der Tempeh von Frau Emminger selbst hergestellt, der dann im Zuge des WPGs verkocht werden konnte. Dabei lernten die Schüler*innen die einzelnen Schritte des Fermentationsprozesses kennen und erfuhren, wie aus gekochten Sojabohnen mithilfe spezieller Edelschimmelpilzkulturen ein nährstoffreiches und vielseitig verwendbares Lebensmittel entsteht. Für das eigentliche Kochprojekt stellte Frau Prof. Emminger den bereits vorbereiteten Tempeh als Fleischersatz zur Verfügung, damit ausreichend Zeit für die kreative Zubereitung verschiedener Saucen und der Herstellung neuen Tempehs blieb.
Mit viel Engagement wurde anschließend geschnippelt, gewürzt, gebraten und verkostet. Die Schüler*innen konnten dabei erleben, wie vielfältig Tempeh in der Küche eingesetzt werden kann. Die fertigen Speisen überzeugten durch ihren würzigen Geschmack und zeigten, dass pflanzliche Alternativen eine schmackhafte Bereicherung des Speiseplans darstellen.
Neben den kulinarischen Erfahrungen stand auch die ökologische Bedeutung von Tempeh im Mittelpunkt. Als eiweißreiche Alternative zu Fleisch verursacht Tempeh deutlich geringere Treibhausgasemissionen und benötigt weniger Ressourcen wie Wasser und landwirtschaftliche Fläche. Dadurch kann eine stärker pflanzenbasierte Ernährung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Gerade für unsere Schule als Klimabündnis-Schule passt dieses Projekt hervorragend zu den Zielen einer nachhaltigen Bildung. Die Schüler*innen konnten nicht nur theoretisches Wissen über Umwelt- und Klimaschutz erwerben, sondern auch ganz praktisch erfahren, wie bewusste Ernährungsentscheidungen zum Schutz unseres Planeten beitragen können.
Das gemeinsame Tempeh-Projekt zeigte eindrucksvoll, wie naturwissenschaftliches Lernen, Nachhaltigkeit und Genuss miteinander verbunden werden können. Ein spannender und schmackhafter Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft!
Bericht von Mag.a Birgit Stöffler