Auf der Suche nach Leben im Universum
Kann es Leben auf anderen Planeten geben? Und wo liegen eigentlich die Grenzen des Lebens auf der Erde? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigten sich Schüler*innen der 6NA im Zuge des NAWI Unterrichtes und die BU-WPG Gruppe der 7N von Frau Prof. Stöffler bei einem Besuch des Ars Electronica Centers in Linz.
Auf Einladung von ESERO Austria nahmen Prof. Greindl und Prof. Stöffler mit ihrer NAWI Klasse am Vortrag „Grenzen des Lebens auf der Erde und deren Auswirkungen auf mögliches Leben auf anderen Planeten“ teil. Referent war Dr. Sebastian Gfellner, ein österreichischer Geomikrobiologe und Astrobiologe, der sich mit den Lebensbedingungen von Mikroorganismen in extremen Umgebungen beschäftigt.
Seine Forschung verbindet Geologie, Mikrobiologie und Weltraumforschung und untersucht, unter welchen Bedingungen Leben entstehen und existieren kann, was perfekt zum fächerübergreifenden Unterricht aus Biologie und Umweltbildung und Physik im Zuge des NAWI 6 Unterrichtes passte. Dabei liefern die extremsten Lebensräume der Erde wichtige Hinweise darauf, wo wir möglicherweise auch außerhalb unseres Planeten nach Leben suchen könnten.
In seinem Vortrag nahm Dr. Gfellner die Schüler*innen mit auf eine faszinierende Reise zu den Grenzen des Lebens. Wir erfuhren, wie Mikroorganismen in heißen Quellen, extrem salzigen Gewässern, eisigen Polarregionen oder tief unter der Erdoberfläche überleben können. Solche sogenannten „Extremophilen“ zeigen, dass Leben wesentlich anpassungsfähiger ist, als lange angenommen wurde.
Besonders spannend war die Frage, welche Rückschlüsse diese Erkenntnisse auf andere Himmelskörper erlauben. Könnten ähnliche Organismen vielleicht unter der Oberfläche des Mars leben? Gibt es in den verborgenen Ozeanen der Jupitermonde Europa oder Ganymed Bedingungen, die Leben ermöglichen? Dr. Gfellner erklärte, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit nach Antworten auf diese Fragen suchen und welche Missionen in den kommenden Jahren neue Erkenntnisse liefern könnten, etwa die Mars Mission der NASA.
Im Anschluss an den Vortrag konnten wir im beeindruckenden Deep Space 8K des Ars Electronica Centers hochauflösende Visualisierungen von Planeten, Monden und astronomischen Phänomenen erleben. Die Kombination aus wissenschaftlichem Vortrag und modernster Projektionstechnik machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.